Die Frage des Monats Februar 2013

Wussten Sie, was Kumatos sind?

Für echte Tomatenfans ist der Winter, der nicht gerade als »Fangzeit« für diese leckeren Früchte gilt, eine harte und entbehrungsreiche Zeit. Das meiste, was in dieser Beziehung in Gemüseläden, auf Märkten und in Lebensmittelgeschäften angeboten wird, zeichnet sich - naturgemäß - durch fehlendes Aroma und fahle Farbe aus. Tomaten schmecken sozusagen eine Zeitlang nach nichts.

oben links herkömmliche Tomaten, vorn rechts zwei Kumato-Tomaten sowie eine Kumato-Tomate in Scheiben - Foto: M. D.

Doch es gibt neue Züchtungen wie Kumato-Tomaten. Sie fallen auf durch ihre intensive Farbe von dunkelgrün über rot zu braunschwarz. Das Fruchtfleisch ist tiefrot, fest und hat eine stabile Konsistenz. Der Geschmack ist fruchtig süß und »tomatig«, er erinnert an sommerliche Freilandtomaten. Da kommt sogleich der Gedanke nach Gentechnik auf. Doch in diesem Fall soll die Sorte Kumato allein auf geschickte Züchtung zurückzuführen sein.

Die natürlich gereiften Tomaten aus sonnenreichen und regenarmen südeuropäischen Ländern sind klein und süß und daher intensiver im Geschmack als Treibhaustomaten. Bei der Kumato hat man sich diese Eigenschaften zunutze gemacht. Sie wurde durch geschickte Kreuzungen aus den robusten Tomatenpflanzen erzielt und danach großflächig im gewerbsmäßigen Anbau eingesetzt. Seit längerem ist sie auf dem Markt und für Tomatenfreunde eine Bereicherung des winterlichen Speiseplans. Besonders dem Inhaltsstoff Lycopin (Karotin, rote Farbe) wird nachgesagt, dass er zellzerstörende freie Radikale im Organismus neutralisiert, bevor diese gesundheitliche Schäden anrichten können.

Für Tomatenliebhaber sind Kumatos u. U. eine Alternative, bis die echte Tomatensaison mit ihrer großen Sortenvielfalt und dem unnachahmlichen Aroma wieder beginnt. - M. D.